Gedenkplatten und Stolpersteine

Recklinghausen

Maria Elisabeth Cohaupt, Gertrudisplatz 26

„Das Schweigen ist durchbrochen. Wir gedenken der Opfer.“

Diesem Auftrag auf dem Gedenkstein auf dem Friedhof der ehemaligen Pflege- und Heilanstalt Weilmünster fühlt sich die Stadt Recklinghausen verpflichtet. Endlich wird an einen Menschen des NS-„Euthanasie“-Programms öffentlich erinnert: Unter Anwesenheit von Michael Cohaupt wird am 14. September 2018 vor dem früheren Wohnhaus der Familie in Recklinghausen-Süd ein Stolperstein für seine Großtante Maria Elisabeth Cohaupt verlegt.

Eva Pander, Helene Sternberg, Elfriede Sternberg, Seniorenzentrum Grullbadstraße

„Wir mussten zusehen, ohne helfen zu können.“
Schwester Ursula zitiert aus der Kladde der damaligen Schwestern des Altenheims, wie die drei jüdischen Frauen am 23. Juli 1942 in den Tod abtransportiert wurden: Eva Pander, 88 Jahre, Helene Sternberg, 88 Jahre und ihre 60 Jahre alte Tochter Elfriede.

Familie Markus, Steinstraße 12

„Stolpersteine gegen die, die nicht mehr wissen möchten, was damals war“
…so fasste Manfred de Vries das öffentliche Gedenken an seine durch die Nazis ermordete Familie zusammen.

Am 2. März 2015 wurden weitere vier Stolpersteine in Recklinghausen in der Steinstr. 12 verlegt. Sie erinnern an die alteingesessene Familie Markus, Robert und Else und ihre beiden Töchter Ilse und Ruth.

Familie Tepper, Herner Straße 8a

Wir lassen nicht nach, uns zu erinnern.
Es war einzig der 18jährige Max, der den Holocaust im KZ Stutthoff bei Danzig überlebte.
Nach dem Krieg emigrierte er in die USA. Alle anderen Mitglieder der jüdischen Familie Tepper aus Recklinghausen sind auf verschiedene Weise durch den Nazi-Terror ermordet worden.
Fünf Stolpersteine verlegte der Künstler Gunter Demnig am 20. April 2017 vor dem Wohn- und Geschäftshaus der Familie in der Herner Str. 8a. Sie erinnern an die Eltern Markus und Ettel Änne und die Kinder Fanny, Ruth und Max.